ForschungProjekte
Klima Aktiv

KLIMA-AKTIV

Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Projekt KLIMA-AKTIV – Klimaschutz aktiv gestalten & politische Handlungskompetenzen entwickeln beschäftigt sich mit der Frage, wie es gelingen kann aktives klimapolitisches Handeln von Schüler*innen im Kontext der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen als Bildungserfahrungen zu ermöglichen und zu reflektieren. Im Zuge des Modellprojekts werden Schüler*innen aller Schultypen aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg eigene Klima-Projekte und -Aktionen entwickeln, um auf diese Weise wichtige politische Handlungskompetenzen zu entwickeln sowie die Fähigkeit zu stärken, aktiv zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen wie die Klimakrise beizutragen.

Dabei werden die Kinder und Jugendlichen pädagogisch und fachlich unterstützt. Es werden über 32 Workshops, Tagungen und eine Schüler*innenakademie stattfinden. Zu dem Projekt wurde ein Fachbeirat eingesetzt, der mit Expert*innen aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft besetzt ist. 

Darüber hinaus wird der gesamte Prozess wissenschaftlich evaluiert, um im Zuge dessen didaktische Materialien zu entwickeln und die Übertragbarkeit des Modellprojekts auf andere Regionen zu gewährleisten.

KOORDINATION

Profilfoto Steve Kenner Profilfoto Steve Kenner
Dr. des. Steve Kenner
Wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen
Adresse
Callinstraße 20
30167 Hannover
Gebäude
Raum
204
Profilfoto Steve Kenner Profilfoto Steve Kenner
Dr. des. Steve Kenner
Wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen
Adresse
Callinstraße 20
30167 Hannover
Gebäude
Raum
204

PROJEKT

Die Klimakrise ist eine der größten Herausforderungen des 21 Jahrhunderts. Für ihre Bewältigung ist eine tiefgreifende gesellschaftliche Transformation notwendig. Für diese Transformation braucht es „Change Agents“, die den Wandel vorantreiben, wie es in den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen beschrieben wird. Studien der Jugendforschung belegen, dass sich junge Menschen mit globalen Herausforderungen wie der Klimakrise auseinandersetzen und ihre Bereitschaft sich politisch zu beteiligen steigt, was nicht zuletzt die Bewegung Fridays for Future in den letzten Jahren bewiesen hat. Die Bereitschaft, sich politisch zu engagieren hängt jedoch von vielfältigen Faktoren, wie beispielsweise dem Bildungsstand ab.

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Ziel des hier skizzierten Projekts ist es, Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, als Change Agents (lokale) Veränderungsprozesse hin zu mehr Klimagerechtigkeit voranzutreiben und im Zuge dessen die notwendigen politischen Handlungskompetenzen zu erwerben, um aktiv an demokratischen Prozessen zu partizipieren. Dafür soll im Landkreis Lüchow-Dannenberg von Anfang 2021 bis Ende 2023 ein Modellprojekt mit mehr als 120 Schüler*innen aller Schultypen (Gymnasium, Gesamt- und Berufsschule) durchgeführt werden. Die Schüler*innen sollen handlungsorientiert anhand selbstbestimmter Klimaschutz-Aktionen politische Lernerfahrungen sammeln und reflektieren. Dabei gilt es, Strukturen sowie Lehr-Lernsettings aufzubauen, zu erproben und zu reflektieren, die das jugendpolitische Engagement nachhaltig in der Region verankern und zugleich eine Übertragung auf andere Regionen ermöglichen.

Aus ihren eigenen Erfahrungswelten heraus sollen die Schüler*innen mithilfe von fachlicher Unterstützung Themen wählen, mit denen sie sich vertieft auseinandersetzen und eigene Aktionen planen. Dabei entwickeln sie kooperative und kollaborative Strategien zur Bewältigung vielfältiger Herausforderungen und Dilemmasituationen. Im Zuge dessen erwerben und verstärken sie Kompetenzen, wie Frustrations- und Ambiguitätstoleranz, die es ihnen erlauben, Unsicherheiten innerhalb der Transformationsprozesse auszuhalten.

Insgesamt ist das KLIMA-AKTIV in fünf Phasen unterteilt.

  1. In der ersten Phase sollen die Schüler*innen ihre Kenntnisse über die Thematik erweitern und die politischen Handlungsebenen im Bereich der Klimagerechtigkeit kennenlernen.
  2. Im Anschluss daran sollen dann auf Basis dieser Kenntnisse und unter Einbeziehung der Interessen der Schüler*innen eigene Klimaschutz-Projekte geplant werden.
  3. In der dritten Phase folgt die praktische Umsetzung des Geplanten.
  4. Nach der erfolgreichen Umsetzung, erfolgt die Evaluation und Reflexion des Projekts.
  5. Als letztes soll eine Verstetigung des Projekts eingeleitet werden, die je nach Art des von den Jugendlichen gewählten Projekts unterschiedlich ausfallen kann.

Hervorzuheben ist, dass es in allen Phasen des Projekts eine Begleitforschung geben wird, das Projekt durch einen wissenschaftlichen Fachbeirat begleitet und durch Prof. Dr. Bernd Overwien (Universität Kassel) beraten wird. Auf Basis der wissenschaftlichen Begleitung soll es möglich sein, das Modellprojekt auch auf andere Regionen zu übertragen und so einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung und der Erreichung der SDGs zu leisten. 

AKTUELLES

Aktuelles

Hier finden Sie künftig immer aktuelle Informationen, Ankündigungen, Bildungsmaterialien und Forschungsergebnisse aus dem Projekt "KLIMA-AKTIV

POLIS Ausgabe 2/2021 zum Thema KLIMA

In der Ausgabe 2/2021 der Fachzeitschrift POLIS veröffentlichte Steve Kenner, Projektkoordinator von KLIMA-AKTIV, einen Beitrag zu Klima-Engagement als Bildungserfahrung. Dabei wird am Fallbeispiel einer klimapolitisch engagierten Schülerin das Potential von selbstbestimmten und selbstorganisierten politischen Partizipationserfahrungen für die politische Bildung skizziert. Darüber hinaus wird in diesem Fachbeitrag wird auch die Projektidee von KLIMA-AKTIV skizziert. Die Fachzeitschrift kann über den Wochenschau Verlag bezogen: polis.wochenschau-verlag.de Quelle: Kenner, Steve (2021): Engagement für den Klimaschutz als politische Bildungserfahrung. Politische Bildung im Kontext der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. In: POLIS 2/2021, S. 14-16.  

AUFTAKTVERANSTALTUNG 07. JULI 2021

Am 07. Juli 2021 fand die Auftaktveranstaltung für das Projekt "KLIMA-AKTIV" in der Mensa des Fritz-Reuter-Gymnasiums in Dannenberg statt. Es nahmen interessierte Schüler*innen und Lehrkräfte sowie das Planungsteam des Instituts für Didaktik der Demokratie und dem Landkreis Lüchow-Dannenberg teil. Geleitet wurde das Kick-Off-Treffen von Steve Kenner und Michael Nagel. Der Auftakt war als dreistündiger Workshop konzipiert, mit dem Ziel, den Teilnehmenden das Projekt KLIMA-AKTIV nahezubringen und ihnen gleichzeitig die Möglichkeit zu geben, von Anfang an mitzugestalten und ihre eigenen Ideen und Vorstellungen einzubringen. Mit der Aufstellung im Raum haben sich die Teilnehmenden gleich zu Beginn des Workshops zu klimapolitischen Fragen positioniert. In Kleingruppen haben dann anschließend Lehrkräfte und Schüler*innen in getrennten Gruppen ihre Ideen, Visionen, Wünsche und Fragen notiert, die anschließend im Plenum besprochen wurden.  Ausführlichere Informationen können Sie dem Projektbericht entnehmen. Hier als PDF erhältlich.

Bericht Kick-Off
PDF, 14 MB

INFORMATIONEN ZUM SCHULJAHR 2021/22

Am 15. Juli 2021 trafen sich darüber hinaus erstmals Mitglieder des Fachbeirates und des Planungsteams des Projektes KLIMA-AKTIV zu einem ersten digitalen Kennenlernen. Für den Fachbeirat waren unter anderem Jun.-Prof. Dr. Alexander Wohnig (Universität Siegen) und Dr. Marie Bludau (Kultusministerium Niedersachsen) anwesend. Darüber hinaus entsandten die Bürgerinitiative "Umweltschutz Lüchow-Dannenberg" und "Fridays for Future Wendland" Vertreter*innen zu diesem Treffen. Das Planungsteam stellte den aktuellen Stand des Projektes vor und diskutierte den weiteren Verlauf mit den Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis. Das Planungsteam hat dafür eine Programmbroschüre zur Umsetzung des Projektes im Schuljahr 2021/2022 entwickelt. Dieses Programmheft mit allen wichtigen Informationen zu den Projektträgern, den beteiligten Schulen, dem Fachbeirat und dem geplanten Ablauf sowie den Projektzielen finden Sie hier als kostenlosen Download

Programmheft Klima-Aktiv 2021/22
PDF, 2 MB

FACHBEIRAT

Im Laufe des Projekts soll die Projektleitung und schließlich auch die aktiven Schüler*innen durch einen Fachbeirat unterstützt werden. Dieser besteht aus ehrenamtlichen Vertreter*innen verschiedener einschlägiger wissenschaftlicher Disziplinen sowie relevanten Akteur*innen der Zivilgesellschaft. Der Fachbeirat soll das Planungs- und Organisationsteam beraten und im Zuge einer geplanten Summer-School, die von und mit den aktiven Schüler*innen organisiert wird, alle Beteiligten im Reflexionsprozess unterstützen.

Der Fachbeirat besteht aus folgenden Personen:

  • Dr. Thomas Pyhel (Deutsche Bundesstiftung Umwelt)
  • Dr. Daniel Fischer (Außerordentlicher Professor an der Wageningen University / Niederlande)
  • Prof. Dr. Susann Gessner (Universität Marburg)
  • Jun.-Prof. Alexander Wohnig (Universität Siegen)
  • Rebecca Harms (Bündnis 90 / Die Grünen, Gründungsmitglied der BI "Umweltschutz Lüchow Dannenberg")
  • Dr. Marie Bludau (Kultusministerium Niedersachsen)
  • Fridays for Future Wendland
  • Bürgerinitiative "Umweltschutz Lüchow Dannenberg"

ÜBER UNS

INSTITUT FÜR DIDAKTIK DER DEMOKRATIE

Das Institut für Didaktik der Demokratie wurde Ende des Jahres 2013 gegründet und als Teil der Philosophischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover eingerichtet. Das Institut hat sich zum Ziel gesetzt, Forschungs- und Transferaktivitäten auf den Feldern von Politischer Bildung und Demokratiepädagogik, Geschichte und Erinnerungskultur sowie den sozialen Herausforderungen der Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts zu bündeln und zu profilieren.

E-Mail: steve.kenner@idd.uni-hannover.de

Website: https://www.idd.uni-hannover.de/

LANDKREIS LÜCHOW-DANNENBERG

Der Landkreis Lüchow-Dannenberg ist eine Modellregion zivilgesellschaftlichen Engagements, der viele der notwendigen Entwicklung zumindest teilweise bereits erlebt hat. Der Gorleben-Konflikt hat das kulturelle, soziale, wirtschaftliche und auch politische Leben im Landkreis grundsätzlich verändert. Akteur*innen haben sich relevantes Wissen erarbeitet, sind auch aus einer teils gefühlten Situation der Ohnmacht ins Handeln gekommen. Weitere Erfahrungen zwischen Vergangenheit und Zukunft, die hier besonders gut zu erschließen sind liegen in der Art, Konflikte auszutragen (Respekt im Diskurs, partizipative und konsensorientierte Beteiligungsformen) und auch in der Erarbeitung „positiver Narrative“. Der Protest im Landkreis war immer auch mit dem Entwurf und der praktischen Erprobung von Zukunftskonzepten verbunden. War hier der Umgang mit dem Atommüll der Ausgangspunkt, geht es beim Klimawandel um Landnutzung, verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und auch um den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Mit der Bildungskoordination und der Klimaschutzleitstelle (KSL) des Landkreises Lüchow-Dannenberg, dem Gorleben-Archiv, der Kreisjugendpflege und auch den Schulen des Landkreises sind Akteure vorhanden, die ein solches Projekt mit Leben erfüllen und auf Dauer installieren können.

Die politische Willensbildung im Landkreis Lüchow-Dannenberg gestaltet sich positiv: Der durch den Kreistag beschlossene Masterplan 100% Klimaschutz des Landkreises setzt bei der Umsetzung der Maßnahmen einen klaren Fokus auf die Bildung.

Kontakt: Dagmar Schulz, Co-Projektverantwortliche, Leiterin des Fachdienstes 51 Jugend -Familie - Bildung im Landkreis Lüchow-Dannenberg

Website: www.luechow-dannenberg.de/home/global/container/landkreis-luechow-dannenberg-fachdienst-51-jugend-familie-bildung-40.aspx

DEUTSCHE VEREINIGUNG FÜR POLITISCHE BILDUNG E.V., LV NIEDERSACHSEN

Die Deutsche Vereinigung für Politische Bildung e.V. (DVPB) ist ein Zusammenschluss von Lehrerinnen und Lehrern, von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, von außerschulischen Pädagogen und Pädagoginnen, die sich der Politischen Bildung der Bürgerinnen und Bürger und der demokratischen politischen Kultur der Gesellschaft verpflichtet fühlen. Als Fachverband für Politische Bildung setzt sie sich insbesondere für eine Stärkung der Politischen Bildung in der Schule ein.

Website: https://www.dvpb-nds.de/

NIEDERSÄCHSISCHES KULTUSMINISTERIUM

Das Kultusministerium ist die oberste Schulbehörde in Niedersachsen. Als solche plant und gestaltet es vor allem die Entwicklung des Schulwesens, regelt die Strukturen des Unterrichts in den verschiedenen Schulformen, erlässt Rahmenrichtlinien für dessen Inhalte und Methoden und stellt sicher, dass es genug Lehrkräfte gibt. Der derzeitige Minister Grant Hendrik Tonne ist zuständig für etwa 86.000 Lehrkräfte an den niedersächsischen Schulen sowie die dazugehörigen nachgeordneten Behörden und Arbeitsbereiche.

E-Mail:  marie.bludau@mk.niedersachsen.de

Website: https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/

 

 

KOOPERATIONSSCHULEN

BERUFSBILDENDE SCHULEN LÜCHOW

Amtsfreiheit 8
29439 Lüchow

E-Mail:

verwaltung@bbs-luechow.de

Website:

https://www.bbs-luechow.de/14/index.php/

DRAWEHN-SCHULE (KGS)

Uelzener Str. 10
29459 Clenze

E-Mail:

verwaltung@drewehn-schule.de

Website:

https://www.drawehn-schule.de/

BERNHARD-VARENIUS-SCHULE

Bauernstraße 4
29456 Hitzacker/Elbe

E-Mail:

bernhard-varenius-schule@t-online.de

Website: http://www.bernhard-varenius-schule.de/

FRITZ-REUTER-GYMNASIUM

Riemannstr. 3
29451 Dannenberg

E-Mail:

verwaltung@frg-dan.de

Website:

https://www.f-r-g.info/

 

 

 

 

GEFÖRDERT DURCH: