Forschung
Promotionskolleg "Didaktische Forschung"

Promotionskolleg "Didaktische Forschung"

Doktorand*innen aus unterschiedlichen Disziplinen, darunter aus den sozialwissenschaftlichen, geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Fachdidaktiken und der Pädagogik, finden sich bereits seit 2015 im Promotionskolloquium „Didaktische Forschung“ zusammen. Den geförderten Nachwuchswissenschaftler*innen wird im Rahmen des Kolloquiums die Möglichkeit der interdisziplinären Forschung und der strukturierten Qualifikation geboten. Inhaltlich zentral sind Fragen der Lehr-Lernforschung. Die Doktorand*innen arbeiten hierbei im Themenfeld „Citizenship und Inklusion“ und integrieren einen subjektorientierten Zugang zu Lernendenvorstellungen. So kann multiperspektivisch ein Verständnis von Inklusion als disziplinenspezifische und -übergreifende Chance, Herausforderung und Entwicklung in der Bildung herausgearbeitet werden. Die inhaltliche Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdidaktiken wird unter anderem über den methodischen Rahmen des Forschungsmodells der Didaktischen Rekonstruktion ermöglicht.

Seit Beginn haben insgesamt 16 Doktorand*innen eine Förderung durch das interdisziplinäre Promotionskolleg erhalten, sei es durch ein Vollstipendium oder ideelle Förderung. Die ideelle Förderung umfasst die Teilnahme an dem Kolleg-Bildungsprogramm (u.a. mit Methodenworkshops, Ringvorlesung zu „Citizenship & Inklusion“, disziplinübergreifende Angebote aus der Gruppe der PromotionsbetreuerInnen), Übernahme von Reisekosten zu Tagungen und Kongressen, Nutzung gemeinschaftlicher Arbeitsräume und Kolleg-Bibliothek. Ein Vollzeitstipendium gewährt neben der ideellen Förderung darüber hinaus die finanzielle Promotionsförderung.

STIPENDIAT/-INNEN

  • Jessica Burmester (Didaktik der Politischen Bildung – Prof. Dr. Dirk Lange): „Europäisierung der NS-Gedenkstättenpädagogik in Deutschland?“
  • Benjamin Haag (Didaktik der deutschen Sprache – Prof. Dr. Tabea Becker): „Interkulturelle Kommunikationskompetenz und digitales Lernen – multimodale Impulse und individueller Erwerb“
  • Alice Louise Junge (Sonderpädagogik – Prof. Dr. Bettina Lindmeier/ Prof. Dr. Claudia Schomaker): „Haltungen und Vorstellungen von Studierenden der Sonderpädagogik zum inklusiven Lernen: Bedeutung eigener Erfahrungen in heterogenen Gruppen“
  • Carolin Kiehl (Politische Bildung / Schulpädagogik – Prof. Dr. Dirk Lange): „Unterricht findet Stadt. Sozialräumliches Lernen in einer Gesellschaft der Vielfalt“
  • Malte Kleinschmidt (Didaktik der Politischen Bildung – Prof. Dr. Dirk Lange): „Politische Bildung im Fokus postkolonialer Theorie – postkoloniale Elemente in Denkweisen von SchülerInnen zu Globalisierung“
  • Maren Oldenburg (Sonderpädagogik – Prof. Dr. Claudia Schomaker / Prof. Dr. Bettina Lindmeier): „Die Bedeutung der Lernendenperspektive für das Professionsverständnis von Lehramtsstudierenden im Kontext von Inklusion“
  • Nora Preßler (Berufliche Bildung – Jun.-Prof. Dr. Udo Hagedorn): „Gleichberechtigte Teilhabe durch Inklusion? Zur Gestaltung subjektorientierter Lehr-Lernbeziehungen mehrfach-benachteiligter Zielgruppen im Übergang Schule-Beruf“
  • Jennifer Schilling (Didaktik / Deutsch als Zweitsprache – Prof. Dr. Hans Bickes): „Bildungssprache im Geographieunterricht – Eine funktionale Analyse bildungs- und fachsprachlicher Mittel in Unterrichtsmaterialien“
  • Jennifer Seifert (LehrerInnenbildung – Prof. Dr. Steffi Robak): „Konstruktion von Geschlecht durch Lehramtsstudierende in der Migrationsgesellschaft“
  • Karolina Siegert (Sonderpädagogik – Prof. Dr. Bettina Lindmeier): „Familiäre Beeinflussung der Übergangsgestaltung unter gleichzeitiger Betrachtung von sozialer Ungleichheit im Übergang Schule- Beruf“
  • Linda Sterzik (LehrerInnenbildung – Prof. Dr. Steffi Robak): „Das Kulturverständnis von Lehramtsstudierenden. Konstruktion von Kultur aus der Diversitätsperspektive“
  • Jan Eike Thorweger (Didaktik der Politischen Bildung – Prof. Dr. Dirk Lange): „Politikunterricht in der inklusiven Schule. Wissenschaftliche und alltagsdidaktische Vorstellungen über inklusiven Politikunterricht. Implikationen für die Aus- und Fortbildung von Fachlehrkräften“
  • Maximilian Viermann (Sonderpädagogik – Prof. Dr. Bettina Lindmeier): „Narrative Kompetenz im inklusiven Geschichtsunterricht. Narrative Leistungen zwischen innerer Differenzierung und äußerer Zuschreibungen“
  • Malte Walkowiak (Chemiedidaktik – Jun.-Prof. Dr. Andreas Nehring/ Prof. Dr. Sascha Schanze): „Die Förderung von Vorstellungen über die Natur der Naturwissenschaften in einem inklusiven Chemieunterricht – Design, Prozessbegleitung und Wirkungsevaluation eines Unterrichtskonzeptes nach Universal Design for Learning“
  • Jana Wende (Berufspädagogik – Prof. Dr. Julia Gillen): „Vom pädagogisch interessierten Techniker zum technisch versierten Pädagogen: Reflexionsförderliche Ansätze für die Entwicklung pädagogischer Professionalität in der ersten Phase der Lehrerbildung für berufsbildende Schulen“