IDD Institut für Didaktik der Demokratie Forschung Projekte
AWA: Anerkennende Weltzuwendung und Antisemitismus - Zur Relevanz und pädagogischen Bearbeitung (nicht-)antisemitismusrelevanter Weltzuwendungen

AWA: Anerkennende Weltzuwendung und Antisemitismus - Zur Relevanz und pädagogischen Bearbeitung (nicht-)antisemitismusrelevanter Weltzuwendungen

Leitung:  Dr. Elizaveta Firsova-Eckert
Team:  Dr. Elizaveta Firsova-Eckert (Leitung), Laura Feitsma (Studentische Mitarbeiterin
Jahr:  2026
Förderung:  Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Laufzeit:  03/2026-02/2029

Im Zentrum des Forschungsvorhabens steht die Konkretisierung und Prüfung des theoretisch begründbaren, aber in der quantitativen Sozialforschung bisher kaum näher untersuchten Zusammenhangs zwischen unterschiedlichen Erkenntnisformen in der anerkennenden und erweiterten Zuwendung zur Welt (und den Dingen, Sachverhalten und Menschen in der Welt) einerseits und des Antisemitismus bzw. einer antisemitischen Weltsicht andererseits. 
Wesentlich in Referenz auf die negative Dialektik Theodor W. Adornos und der in dieser enthaltenen normativen Theorie des Gebrauchs von Begriffen werden dabei zwei Facetten in den Fokus gerückt: a) das Identitätsdenken; b) die Erkenntnis des Nichtidentischen inkl. der Dimension Ungewissheitstoleranz. Diese beiden Facetten werden theoretisch fundiert ausdifferenziert, mithin begründet in einen Zusammenhang mit Antisemitismus gestellt, sodann skaliert und so für eine quantitativ ausgelegte Sozialforschung aufbereitet und schließlich pilotiert und getestet. 
Im Ergebnis steht zu erwarten, dass der Fachdiskurs zum Antisemitismus um neue empirische Befunde sowie die quantitativ ausgelegte Antisemitismusforschung um neue, empirisch getestete Messinstrumente und Items bereichert werden kann. Die Grundlagen und Befunde des Forschungsvorhabens werden nicht nur öffentlich zugänglich gemacht, sondern auch in pädagogische Konzepte für die Erwachsenenbildung an Instituten für Erwachsenen- und Weiterbildung, Volkshochschulen, Universitäten und Hochschulen überführt.

Weitere Informationen finden sich auf der ausführlichen Projektwebsite.