Das Projekt „Critical AI Literacy as Digital Citizenship Competence“ ist ein trilaterales Forschungs- und Transferprojekt, das sich mit dem Verständnis, der Wahrnehmung und der Nutzung von Künstlicher Intelligenz durch angehende Lehrer:innen befasst.
Mithilfe von Fokusgruppeninterviews sowie einer vertiefenden quantitativen Befragung untersucht das Projekt, wie Lehramtsstudierende aus Deutschland, Australien und Österreich KI in ihrer universitären Ausbildung einsetzen, um ihre pädagogische Praxis insbesondere im Hinblick auf Demokratiebildung und gesellschaftliches Engagement zu gestalten.
Im Zentrum stehen sowohl die Perspektiven und Erfahrungen der angehenden Lehrkräfte im Umgang mit KI als auch die Frage, inwiefern der Einsatz von KI ihren Blick auf politische Bildung und die damit verbundenen Kompetenzen verändert.
Teams
Team Deutschland
30167 Hannover
30167 Hannover
Kooperationspartner:innen:
Team Australien
Professor of Political Education and Chair of Education
The University of Sydney
Lecturer for Humanities and Social Sciences Education and Master of Teaching Foundations
The University of Sydney
Team Österreich
Universitätsassistentin
Zentrum für Lehrer*innenbildung
Arbeitsbereich Didaktik der Politischen Bildung
Universität Wien
Zentrum für Lehrer*innenbildung
Arbeitsbereich Didaktik der Politischen Bildung
Universität Wien
Über das Projekt
Weltweit herrscht Einigkeit darüber, dass Künstliche Intelligenz (KI) die bestehenden Herausforderungen für demokratische Gesellschaften verschärft und daher verstärkte Aufmerksamkeit erfordert, um die Rolle von KI in der Gestaltung demokratischer Teilhabe besser zu verstehen. Ausdruck findet dieses Bewusstsein in der wachsenden Zahl an Forderungen, insbesondere die Auswirkungen von KI auf das zivilgesellschaftliche Engagement – vor allem junger Menschen – vertieft zu untersuchen (z. B. Europarat 2024). Ein solches Verständnis ist essenziell, um politische Maßnahmen zu entwickeln, die den Schutz der Informationsintegrität gewährleisten.
Das Projekt „Critical AI Literacy as digital Citizenship Competence“ untersucht, auf welche Weise angehende Lehrpersonen in der universitären Lehrer:innenbildung KI nutzen, um ihre pädagogische Praxis in Bezug auf Themen wie Demokratie und gesellschaftliches Engagement zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen sowohl die Wahrnehmungen der angehenden Lehrkräfte in Bezug auf KI als auch die Frage, wie deren Nutzung ihren Blick auf politische Bildung und die damit verbundenen Kompetenzen beeinflusst.
Das Projekt untersucht diese Fragen für den deutschen, österreichischen und australischen Kontext.
Aktuelles
Projektfortschritt
Zu Beginn des Jahres startete das Projekt mit seiner konzeptionellen Arbeit und vertiefenden inhaltlichen Literaturrecherche. Dabei lag der Fokus insbesondere auf der Erarbeitung der Impulsfragen und Struktur für die geplanten Fokusgruppendiskussionen. Im Mai 2025 besuchten Prof. Murray Print und Dr. Jia Ying Neoh von der Universität Sydney die europäischen Partner in Wien und Hannover. Mit dem ersten Besuch begann die Phase der Datenerhebung. Erste Fokusgruppendiskussionen wurden mit Lehramtsstudierenden im Fach Politik an der Leibniz Universität Hannover durchgeführt. Der Besuch wurde durch einen internationalen wissenschaftlichen Austausch mit Präsentationen von Wissenschaftlern aus Australien, Deutschland und den USA am Institut für Didaktik der Demokratie abgerundet.
Nach der Rückkehr des australischen Teams nach Sydney wurden auch dort weitere Daten durch Fokusgruppendiskussionen erhoben. Die letzten Erhebungen der qualitativen Daten in Australien erfolgte im September und Oktober während des Besuchs der deutschen Projektbeteiligten Dr. Elizaveta Firsova-Eckert und Lukas Fender an der Universität Sydney. Teil des Besuchs war ein bereichernder Roundtable zum Thema KI in der Hochschul- und Schullehre mit weiteren Wissenschaftlern sowie Studierenden der Universität. Das Projektteam um Dr. Jia Ying Neoh, Dr. Elizaveta Firsova-Eckert und Lukas Fender konnten den Teilnehmenden erste Beobachtungen und die weitere Projektplanung präsentieren. In einem Gespräch mit der stellvertretenden Forschungsdekanin der School of Education and Social Work an der Universität Sydney, Prof. Lina Markauskaite, hatte das Projektteam die Gelegenheit, die zukünftigen Publikationspläne zu diskutieren.
Ein weiteres Resultat des Projekttreffens in Sydney ist die Planung der quantitativen Erhebung. Basierend auf den Erfahrungen und ersten Resultaten der Fokusgruppendiskussionen werden in der nächsten Erhebungsphase nun die Einstellungen und das Nutzungsverhalten von angehenden Lehrkräften in der Politischen Bildung abgefragt.
Veröffentlichungen
Hier erscheinen in Zukunft alle Veröffentlichungen zum Projekt.
Vorträge
Hier veröffentlichen wir in Zukunft alle Vorträge zum Projekt.
Förderung