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"Rural Heritage". Konstruktionen und Reflexionen zu kulturellem Erbe abseits urbaner Agglomerationsräume. Rural heritage im Hannoverschen Wendland (CHER Teilprojekt 2)

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"Rural Heritage". Konstruktionen und Reflexionen zu kulturellem Erbe abseits urbaner Agglomerationsräume. Rural heritage im Hannoverschen Wendland (CHER Teilprojekt 2)

Leaders:  apl. Prof. Dr. Detlef Schmiechen-Ackermann
Team:  Jenny Hagemann
Year:  2019
Sponsors:  Teil von CHER
Lifespan:  10/2016 - 20/2020

Am Beispiel des kulturell einzigartig vielfältigen Hannoverschen Wendlandes (Landkreis Lüchow-Dannenberg) wird untersucht, wie durch den engagierten, bisweilen ambivalenten und kollidierenden Einsatz lokaler Akteure (z.B. Kommunalverwaltung, Künstler und Kulturschaffende, Landwirte u.a. Unternehmer, zivilgesellschaftliche Gruppen) ländliche Formen kulturellen Erbes mit zeitgenössischen gesellschaftlichen Denk- und Handlungsweisen zu einem regional spezifischen rural heritage der Gegenwart transformiert wurden und werden.

Die Studie versucht, diese charakteristischen Standortmerkmale analytisch nutzbar zu machen, um in einer verdichteten ländlichen Region ganz unterschiedliche, sich teilweise überlagernde Konstruktions- und Aneignungsformen von kulturellem Erbe freizulegen und in ihrem Zusammenspiel von Akteuren verschiedenster Herkunft und von unterschiedlichen Diskurszusammenhängen zu analysieren. Die für diesen Untersuchungsraum bedeutsame Frage, welche Innovations- oder Traditionsmuster von Zuwanderergruppen städtischer (Sub-) Kulturen in diesem ländlichen Raum als exogenes Potential weiterentwickelt wurden und werden, muss dabei zentral berücksichtigt werden.

Besonders mit dem Teilprojekt 1 „Urban Heritage“ bildet sich eine komplementäre Vergleichsfolie zur Inwertsetzung kulturellen Erbes in städtischen Räumen. Daneben bietet der akteursorientierte und kleinräumige Zugriff auf kulturelle Praxen und Semantiken als Ausdruck einer vielstimmigen regionalen Identität Anknüpfungspunkte zur Untersuchung von cultural-heritage-Formationen in sozialen Nahräumen und Bildungsprozessen, die zum einen Diversität betonen und damit auch Exklusionsprozesse befördern können, zum anderen Identität und Inklusion suggerieren.