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Projekte
Alice - Animals, Climate and Civic Education

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Alice - Animals, Climate and Civic Education

Leitung:  Dr. Christoph Wolf
Team:  Ronja Kummer
Jahr:  2022
Förderung:  Erasmus+ Programm (EU)
Laufzeit:  28.02.2022 - 27.08.2024

ALICE (Animals, Climate and Civic Education) ist ein von der Europäischen Kommission gefördertes Projekt, welches über verschiedenen Facetten der Tiernutzung und auch der Tiere selbst aufklären möchte. Das Projekt bildet Debatten um ethische und wirtschaftliche Zusammenhänge rund um das Thema Tierrechte ab und überlässt den Adressat:innen die Bildung eines eigenen Urteils. 
Das ALICE-Projekt strebt an, die Gründe, Ursachen und Folgen der ungerechten und unwürdigen Behandlung von Tieren, sowie die weitreichenden Auswirkungen der bisherigen „Nutzung“ von Tieren für den Menschen und die Natur ins Bewusstsein von Lehrkräften zu rufen. Dabei wird sich vor allem mit ethischen, rechtlichen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Fragen beschäftigt, die mit der „Verwendung“ von Tieren zusammenhängen. Es wird versucht, hier nicht nur den Faktor Mensch in den Vordergrund zu stellen. Auch die in der Tierverhaltensforschung (Ethologie) zunehmend erforschten individuellen Eigenschaften und Fähigkeiten von Tieren wie emotionale Intelligenz, Bewusstheit und Empathie sind Aspekte, die bei ALICE vermittelt werden sollen. 

Für die politische Bildung ist dieses Projekt deshalb relevant, weil Lehrer:innen in die Lage versetzt werden, kritisch denkende Schüler:innen auszubilden, die selbstständig informierte Urteile über die Auswirkungen der industriellen Tierhaltung fällen können. Das heißt, die Vertiefung der bürgerschaftlichen Kompetenzen ist ein wichtiges Ziel. Lehrer/innen erfahren darüber hinaus wie sie Jugendlichen Möglichkeiten eröffnen können, sich auf schulischer, zivilgesellschaftlicher bzw. politischer Ebene zu engagieren. 
 Wesentliche Fragestellungen, die ALICE abbilden will und die aktuell auch zunehmend in den wissenschaftlichen Diskurs Eingang finden, sind etwa: Ist es per se zulässig, Tiere zu benutzen, solange Leid verhindert wird? Wie können Menschen dazu bewegt werden, sich bewusst über die ganzheitlichen negativen Auswirkungen für Tier, Mensch und Umwelt zu werden? Wie können Menschen motiviert werden, ihr Verhalten entsprechend zu ändern und welche Möglichkeiten der Änderung sind denkbar? Wenn wir in einer gerechten und solidarischen Gesellschaft leben möchten, ist es dann ethisch nachvollziehbar, die Trennlinie Spezies zu ziehen für Rechte der Würde und Unversehrtheit? 

Hier gibt es weitere Informationen zum Projekt.